Die Sibirische Katze Neva Masquerade : Eine Farbvariante

Iz Ermitage Faina, weiblich, 5 Monate

Die Neva Masquerade ist eine Farbvariante der Sibirischen Katze. Die Sibirer in colourpoint sind zur selben Zeit erschienen wie die Sibirer in den traditionellen Farben (brown tabby, silver tabby, red tabby etc). Die ersten Sibirischen Katzen waren tatsächlich wilde Katzen und einige Begeisterte entschieden sich, einen Standard zu begründen und eine planmäßige Zucht dieser Katze zu beginnen. Alle diese wilden (Haus)katzen wurden nicht in die Kategorie Sibirer eingereiht.

Vorerst sind Kreuzungen mit Perser colourpoint und/oder Heiligen Birmas nicht möglich. Warum? Ganz einfach, weil die erste Perser colourpoint im Jahr 1991 und die Heilige Birma noch später nach Russland importiert wurden. Die Rasse und die Farbe point sind bereits seit 1990 im Standard der Sibirischen Katze. Das bedeutet auch, daß diese Katzen schon vor 1990 existierten, also bereits in den 80-er Jahren.

Warum die colourpoints bei den Sibirischen Katzen und nicht bei den Norwegischen Waldkatzen vorkommen, und warum es gerade bei der Sibirischen Katze eine derart große Vielfalt bei den Farben gibt, ist einfach. 
Dies ist historisch begründet. Nach dem 2. Weltkrieg gab es nur mehr wenige Katzen in St. Petersburg(Russland). Im Gegensatz dazu, vermehrten sich jedoch Mäuse und Ratten. Deshalb wurden in ganz Russland Katzen eingefangen und nach St. Petersburg gebracht. Unter diesen vielen Katzen hatten sich vermutlich colourpoints mit anderen Farben vermischt. So ist es eine natürliche, farbenreiche Rasse!

Deshalb wurde die Sibirische Katze colourpoint, Neva Masquerade genannt, zu denselben Titeln wie die anderen (« traditionellen ») Farben zugelassen.


Faina, Seal smoke point

Man sollte keinen Unterschied zwischen der Sibirischen Katze und der Neva Masquerade machen, die Standards sind die selben. Ausserdem wäre es für die Rasse nicht von Vorteil, da ein Typ immer wieder verstärkt werden sollte. Deshalb sollten alle mit den besten Tieren züchten und auch in allen Farben.

In freundlicher Zusammenarbeit mit Irina Sadovnikova, WCF, Russland.


Am 12. Dezember 2001 fand in Moskau eine Veranstaltung zum Thema Sibirische Katze Neva Masquerade statt. Hier eine Zusammenfassung der Züchter, Richter und Repräsentanten der World Cat Federation :

Am 12.6.2001 wurde auf Initiative von der Internationalen Richterkommission eine Versammlung von Richtern, Züchtern und Vertretern der Katzenliebhaber in Moskau gerufen. Unter den 35 Anwesenden waren:
Frau Olga Abramova, WCF Int. Richterin.
Frau Inna Schustrova, WCF Int. Richterin
Frau Larisa Ovchinnikova, WCF Int. Richterin
Frau Olga Mironova, SFF Richterin
Herr Alexey Stschukin, TICA/WCF Richter
Herr Vladimir Nechaev, Chefredakteur von "Drug", Russische Katzenzeitschrift
Frau Tatiana Pavlova, Verein von Liebhabern der Sibirischen Katze.
Folgende Zwinger wurden vertreten:
Veschiy Son, Losinyi Ostrov, White Night, de Gleimur, Adagio, Zhemchug Nevy.
Vertreter von Katzenliebhabervereinen aus Moskau, Omsk und Tomsk.

Zur Diskussion wurden Fragen der Enstehung und Entwicklung der einheimischen Katzenrassen Russlands vorgeschlagen, unter anderem der einheitliche Typ von Sibirischen Katzen und Newa Masquerade und ihre gemeinsame Zucht.
Als Ergebnis der heissen Diskussion wurde folgender Beschluss gefasst :
  1. Es wird für unzweckmäßig gehalten, die Newa Masquerade als eine separate Rasse registrieren zu lassen, da alle rassebildenden Merkmale mit den Zügen der Sibirischen Katze identisch sind. Die Newas sind Sibirische Pointkatzen und, als solche, werden zusammen mit anderen Farben der Sibirischen Katze gezüchtet und auch gerichtet, den Ausstellungsregeln entsprechend, je nach Geschlecht, Alter und Farbe.
  2. Man muss danach streben, das Benutzen von phänotypischen Sibirischen und Newa Masquerade-Katzen zu begrenzen. Auf der heutigen Stufe der Entwicklung der Rasse ist es unzweckmäßig, die Novizen ganz auszuschließen. Die Novizenklasse muss für diese Rasse noch mindestens 5 Jahre geöffnet sein.
  3. Den Richtern wird es empfohlen, gegenüber allen Merkmalen der Einkreuzung von Persern und Balinesen in allen Farben der Sibirischen Katze strenger zu sein, um solche Katzen aus der Zucht auszuschließen.
  4. Das Entsprechen dem richtigen Typ ist die Hauptsache. Das Fell von Sibirischen Katzen und Newas muss in allen Farben dem Standard entsprechen, man muss aber auch berücksichtigen, dass Agouti-Katzen festeres Fell haben.
  5. Eine dunklere Körperfarbe, Tabbymarkierungen und Flecken an den Flanken und am Bauch sind kein Grund, Punkte zu entziehen, da es für alle natürlichen Katzenrassen eigenartig ist, die vermutlich in ihrer Geschichte Kreuzungen mit Wildkatzen hatten. Außerdem haben viele Katzen in Russland freien Auslauf im Sommer.
  6. Züchter und Richter sollten die Zweckmäßigkeit der Aussonderung von verschiedenen Tabbyzeichnungen in Newas aufmerksam studieren, da diese Zeichnung undeutlich und verschwommen ist, so dass wegen schlechter Zeichnung Punkte entzogen werden können.
  7. Ein guter Kontrast zwischen den Points und der Körperfarbe bleibt eine Forderung des Standards.

Copyright Jan. 2002
Irina Sadovnikova.

Aktualisiert : 20.7.08 Kontaktieren Sie mich Site map Nach oben
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